Weiterleiten:
  • Facebook
  • Twitter
  • Print
  • email

Wünschewald (ab 6 Jahren) – nur mit Vorbestellung

 

Liebes Publikum!

Die Termine vormittags unter der Woche sind vorwiegend für KiTa-, Kindergarten-, und Schulgruppen vorgesehen  und finden immer nur nach Vorbestellung einer Gruppe, also unter Vorbehalt statt. Liegt uns keine Vorbestellung vor, wird das Theaterstück an diesem Termin nicht aufgeführt. Wenn Sie sich also kurzfristig dazu entscheiden, ein Theaterstück unter der Woche anzuschauen, fragen Sie bitte vorher telefonisch nach, ob es tatsächlich stattfindet und ob es noch genügend freie Plätze gibt.
Aber auch am Wochenende wäre eine Vorbestellung aus organisatorischen Gründen nett.

 

Wünschewald

 

Ein Märchen
Für alle ab 6
Ausgezeichnet mit dem Kinder- und Jugendtheaterpreis 2005

„Ein Wald, der mir allein gehört,
den nichts und niemand je zerstört.
Wo’s viele wilde Blumen gibt,
wo Sterne toben, Prinzen thronen,
wo Wildschwein, Fuchs und Hase wohnen,
und Zwerge, Krähen, Hexentier -
ich wünsch mir, solch ein Ort wär hier!“

Hannah und Piotr spielen im Wald. Sie erfinden ein Wünschespiel, in das sie mehr und mehr eintauchen. Doch plötzlich wird die Welt, die sie sich durch ihre Wünsche herbeisehnen, Wirklichkeit und sie finden sich als Teil ihrer selbstgesponnenen Geschichte wieder. Ein heftiger Sturm trennt die Kinder und Piotr gerät in die Fänge einer gefährlichen Hexe. Die Hexe verzaubert ihn, so dass er sich an nichts mehr erinnert. Doch Hannah macht sich auf die Suche nach ihrem verlorenen Freund. Gerüstet mit ihrer Freundschaft und der Kraft ihrer Phantasie stellen sich die beiden Kinder der Hexe entgegen.

Wald und Märchen
Das waren die Ausgangspunkte des teAtmo Ensembles am Beginn der Entwicklung dieses neuen Kinderstücks. Während der Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Märchen“ kristallisierte sich für das Ensemble ein Anliegen heraus: Das Zeitlose und Archetypische der Märchen herauszuarbeiten und so der Faszination nachzuspüren, die Märchen seit Generationen auf Menschen ausüben.
Es entstand eine eigene Märchengeschichte, in der das Wünschen – die jedem Spiel innewohnende Magie, fantastische Träume real werden zu lassen – eine zentrale Rolle spielt. Im „Wünschewald“ trifft man sowohl auf die Gefahren, die wahr gewordene Wünsche mit sich bringen können als auch auf die positive Kraft des Wünschens und der Phantasie.
Ausgehend von der Faszination des mündlich erzählten Märchens suchte das Ensemble eine theatrale Bildersprache, die sich auf Bewegung, tänzerische Elemente und Musik als Ausdrucksmittel stützt.

«   »

Regie: Matthias Weiland
Schauspiel: Hille Marks und Peter Meinecke
Musiker: Valerij Lisac

Auszeichnung

Kölner Kinder- und Jugendtheaterpreis 2005 „Wünschewald”, teAtmo Ensemble / Casamax Theater
Bei den Kölner Tanz- und Theaterpreisen 2005 der SK Stiftung Kultur

Laudatio von Dr. Oliver Cech (Jurymitglied)

“Liebe Theaterfreunde,
das Leben ist kein Ponyhof. Diese Einsicht hat sich nicht nur in weiten Teilen der Bevölkerung längst durchgesetzt, sie ist auch eine Grundlage modernen Theaters – sofern es sich als Kunstform ernst nimmt. Wer sich sanft berieseln lassen möchte, wer emotionalen Tiefgang lieber meiden möchte, ist im Vorabendprogramm von zwei oder drei Dutzend Fernsehkanälen bestens aufgehoben. Theater aber will -offenkundig – mehr. Wenn ich als Zuschauer verstört und mit zitternden Knien den Theatersaal verlasse, den ich in selbstzufriedener Genügsamkeit betreten habe; wenn in mir kein Stein auf dem anderen geblieben ist und sich mein Weltbild um- und umdreht – dann habe ich vitales Theater erlebt. „Katharsis” hat man diese Wucht genannt, die Bühnenkunst zuweilen erreichen kann: „Reinigung” oder Läuterung der Psyche von ihren Schlacken.

Auf dem Kindertheater gelten andere Regeln. Da geht es gern und oft pastellfarben zu, lustige Tierchen huschen über die Bühne und sagen lustige Sachen, erleben lustige Abenteuer, deren Ausgang von vornherein feststeht, und zum Schluss gibt es Gummibärchen für die lieben Kleinen, weil sie so schön gelacht haben. Dieses Theater nimmt sein Publikum nicht für voll, im Wortsinn: Es ignoriert wesentliche Bestandteile der kindlichen Psyche, in der es, da verrate ich keine Geheimnisse, neben unbeschwerter Fröhlichkeit auch tiefe Schatten gibt. Angst und Schuldgefühle entwickeln Menschen nicht erst in der Pubertät; das gleiche gilt für die Lust am Verbotenen, an Grausamkeit etwa. Sollten diese Gefühle, die Kinder oft intensiver erleben als wir, weil ihre Verdrängungsmechanismen noch nicht so funktionieren – sollten diese Gefühle auf dem Kindertheater keine Rolle spielen?

Das teAtmo-Ensemble gibt mit seiner Inszenierung „Wünschewald” auf diese Frage eine ungewöhnlich klare Antwort. Zwei Kinder, Hannah und Pjotr, wandern durch einen zauberkräftigen Wald, den Wünschewald, in dem Phantasien unversehens Wirklichkeit werden. Und gegen jede Konvention des Genres zeigt die Phantasie sich hier von ihrer bedrohlichen Seite: Das Wünschespiel der Kinder entfacht einen Sturm, der die beiden auseinander reißt und Pjotr in eine Parallelwelt entführt, in der eine Hexe seine Seele lähmt und seinen Körper versklavt.

Unsere Seele zu verlieren an eine fremde Macht, die uns benutzt wie Marionetten – es ist eine Urangst des Menschen, die teAtmo auf die Kinderbühne bringt. Und Regisseur Matthias Weiland unterlässt es bewusst, dieser Furcht ihre Spitze zu nehmen. Im Gegenteil, ungeheuer suggestiv machen er und seine kongenialen Schauspieler Hille Marks und Peter Meinecke sichtbar, dass zwischen belebter und unbelebter Welt bloß ein Atemzug liegt, grandios verbildlicht im Kampf des entseelten Pjotr mit dem beseelten Kehrbesen der Hexe.

Zwar kommentiert eine zweite Ebene das Geschehen mit Spielpuppen und fängt den zuweilen beängstigend intensiven Sog der Märchenszenen raffiniert auf. Dennoch haben in einer von der Jury besuchten Vorstellung mehrere Eltern mit ihren Kindern noch während der Aufführung das Theater verlassen. „Publikum räumt unter Protest den Saal” – auf dem Erwachsenentheater würde dies als künstlerischer Erfolg gewertet, als Zeichen für die Intensität der Katharsis, der sich einige dann doch nicht stellen wollten. Aber auf dem Kindertheater? Wir haben in der Jury lange darüber diskutiert, ob wir einer – wenngleich zweifellos großartigen – Inszenierung den Preis zusprechen können, die ihrem Publikum Angst einjagt. Aber schon dies ist eben das falsche Wort: Ängste lassen sich ja gar nicht von außen zufügen; Angst kann man nicht einjagen, sondern nur bereits bestehende Angst an die Bewusstseinsoberfläche holen. Und erst dort, so wissen wir seit Freud, können wir lernen, mit der Angst umzugehen.
Obwohl wir das den Kindern gar zu gern weismachen möchten: Das Leben ist kein Ponyhof. Darum ist es eine mutige und richtige Entscheidung, das Kindertheater für die Schattenseiten der menschlichen Psyche zu öffnen. „Wünschewald” hat uns überzeugt als kraft- und humorvolle, letztlich befreiende Inszenierung von Urängsten, die folglich auch Kinderängste sind. Daher spricht die Jury dem teAtmo-Ensemble den Kindertheaterpreis 2005 zu.”

Pressestimmen

“…Mit dem Wünschewald hat sich das teAtmo Ensemble des CASAMAX Theaters einen Märchenstoff selbst zubereitet. Text und Spiel von Hille Marks und Peter Meinecke rühren in der Inszenierung von Matthias Weiland an jene Urängste von Ohnmacht und Einsamkeit, die den emotionalen Kern der Märchen ausmachen. Das Spiel ist sehr konzentriert, bildhaft, geschlossen in der Komposition und deshalb enorm eindrucksvoll. Ein Erlebnis, für das man das Schulalter aber schon erreicht haben sollte.”
(Kölnische Rundschau, 6.10.05)

 ”….führt „Wünschewald“ in eine Welt, die Gefahren birgt – schillernd und haarsträubend spannend. Regisseur Matthias Weiland und seine kongenialen Darsteller Hille Marks und Peter Meinecke finden im CASAMAX Theater kraftvolle Bilder für dieses Märchen vom Kampf zwischen Gut und Böse. Großes Theater bietet etwa der Tanz Piotrs auf dem Kehrbesen. Eine zweite Spielebene mit Handpuppen kommentiert das Geschehen und fängt den für Kinder zuweilen beängstigend intensiven Sog der Märchenszenen raffiniert auf. Mutiges, sehenswertes Kindertheater – die Altersbegrenzung „ab 6 Jahren“ ist ernst zu nehmen.”
                                                                                                       (Kölner Stadtanzeiger, 6.10.05)

Zuschauerreaktionen

Wir haben nach unserem Gastspiel in Velbert einige Rückmeldungen von Schulen bekommen:

“Endlich wieder ein sehr ansprechendes Stück mit Niveau.! Inhaltlich gut verständlich (1. Schuljahr), gelungene Symbiose von Musik / Choreographie und Inhalt. Die Kinder haben sowohl den Inhalt als auch die Musik und tänzerischen Einlagen genossen.”

Petra Weskott und ihre Klasse 1B der Astrid-Lindgren-Schule, Velbert (18.10.06)

“Alle Kinder und Lehrer waren sehr zufrieden. Der Rahmen mit den Puppen war sinnvoll und auflockernd, die Geschichte schauspielerisch fesselnd dargestellt.Auch das Bühnenbild hat den Kindern sehr gut gefallen.”

Alexandra Pitschke mit Kindern der GGS Niesenhof, Velbert (26.09.06)

“Das Stück kam bei der Klasse sehr gut an. Das einfache Bühnenbild gab im Nachhinein Anlass zu Spekulationen, Ideen konnten entwickelt werden. Der Stoff war spannend und gut umgesetzt.”

Frau Neuhaus und ihre Klasse 2 A der KGS Ludgerus, Velbert (27.09.06)

“Rolle der Hexe war faszinierend! Die Kampfszenen tänzerisch darzustellen war eine gut Idee, die Kinder erkannten trotzdem die Brutalität der Hexe. Die “Quälszenen” riefen bei den Kindern große Emotionen hervor, so daß eine Klärung in der Klasse notwendig war.”

Frau Montesinos und ihre Klasse 2B der GGS Am Baum, Velbert (27.9.06)

 

weitere Spieltermine finden Sie hier im Spielplan!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spielplan

3. Februar 2014
10:30

Das CASAMAX Theater e.V.

Das CASAMAX Theater in Köln ist ein gemeinütziger Verein und Produktionsort für Theaterprojekte und Aufführungsstätte für Bühnenstücke mit dem Schwerpunkt Kindertheater und Jugendtheater. Die freie, kreative Arbeitsweise des teAtmo Ensembles prägt seine Produktionen. Die Stücke sind sinnlich, stimmungsvoll und erzählen Bilder. Ihnen bleibt Raum für Ihre Assoziationen, Gefühle und Gedanken...


Wir bieten

Wir bieten Kindern und Jugendlichen: Den Blick hinter die Bühne, Nachgespräche, theaterpädagogische Vor- und Nachbereitungen zu Stücken sowie zu einzelnen Themenbereichen, Sondervorstellungen, Gastspiele, verschiedene Projektangebote wie z.B. Theater im Klassenzimmer. Weitere und aktuelle Informationen zum Kindertheater und Jugendtheater finden Sie hier auf unseren Internetseiten.


Abonnieren Sie den Casamax Newsletter und bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand

Selbstverständlich behandeln wir Ihre Daten vertraulich: Sie bleiben bei uns und dienen ausschließlich dem Versand unserer Newsletter, die Sie jederzeit mit einer E-Mail wieder abbestellen können.