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Max (ab 6 Jahren)

Ein Theaterstück von Beat Fäh über Anderssein und Anpassung
Ab 6 Jahren

In einem Klassenzimmer begegnen sich zwei Figuren aus sehr unterschiedlichen Welten: Max, ein seltsames, groteskes, fremdartig gekleidetes Wesen mit Schnorchelbrille, Flossen und Kiemenatmung scheint aus einer Märchen- oder Phantasiewelt zu stammen und Mirinda, eine tatkräftige und resolute Putzfrau an einer Schule aus der uns täglich umgebenden Alltagswelt. Bei aller anfänglichen Fremdheit entwickelt sich zwischen ihnen jedoch so etwas wie Freundschaft: Max will lernen, so wie die anderen zu werden – und Mirinda hilft ihm dabei. Auf dem Weg zu Max’ Anpassung bleiben Missverständnisse, Schadenfreude oder Auslachen hinter dem Rücken nicht aus. Aber Max gibt nicht auf.

Max von Beat Fäh ist ein Theaterstück über Anderssein und Anpassung. Es erzählt ohne Sentimentalität von der Schwierigkeit einer Begegnung zwischen zwei Welten. Und es erzählt von den Schmerzen und Freuden eines Sozialisationsprozesses.

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Weitere Fotos finden Sie auf http://weimer.suelz-koeln.de (Verein Kölner Kulturbildarchiv)

Dauer: ca. 55 Min.
Autor: Beat Fäh
Regie: Daniel Zambra
Spiel: Myriam Chebabi, Eva Kristina Korte
Bühnenbild: Heinz Ahrweiler
Licht und Technik: Daniel Zambra
Kostüme: Lina Zambra
Fotos: Ilonka Bremke
Plakat: Lotta Zambra
Presse / Öffentlichkeit: Gisela Eckardt, Marta Rosetti
Layout: CCC Werbeagentur, Kristina Fischenich te
Produktion: teAtmo Ensemble

Pressestimmen

Theaterstück „Max“ macht Kindern Mut zum Anderssein

 „Der Lärm der großen Schule dringt durch die Tür, während Mirinda (Myriam Chebabi) die Fußböden wienert. Sie gönnt sich Musik zur Arbeit und schwenkt im Rhythmus des Bossa Nova mit dem Staubsauger durch das Klassenzimmer, bis eine seltsame Gestalt (Eva Kristina Korte) vor ihr auftaucht. Sie trägt Flossen, eine Brille, grünlich-blaue Kleidung und einen Schnorchel, ohne den sie wie ein Fisch auf dem Trockenen japst.
Das fremde Wesen nennt sich Max und hat nur einen Wunsch: Es möchte in die Schule gehen. Wie sich die Putzfrau und der kleine Fremdling anfreunden, davon erzählt „Max“, das Zweipersonenstück von Beat Fäh, das Daniel Zambra im CASAMAX Theater zeigt.

Max besitzt den unbedingten Willen, dazuzugehören, egal, was es ihn kostet. Die Gemeinheiten der Mitschüler, die ihn „Idiot“ nennen, schluckt er herunter. Und er schneidet sich sogar Flossen ab, um sich anzupassen. Damit hat er schließlich sogar Erfolg. Nur Mirinda, die ihn tröstet und ihm Mut zuspricht, wenn es einmal nicht so gut klappt, ist zur Anpassung um jeden Preis nicht bereit.
Beat Fäh schrieb für ein junges Publikum ein Theaterstück, in dem der Charme des Andersseins sympathisch über die Rampe kommt, während das Uniforme reserviert betrachtet wird. Daniel Zambras Inszenierung schafft eine leichte, freundliche Atmosphäre, die den skurrilen Effekt des Max unbeschwert entfaltet.“

                                                                                                                             (Kölnische Rundschau 17. Juni 2010)

 

Fürs Leben lernen

Max von Beat Fäh im CASAMAX Theater

 

„Woran liegt es wohl, dass Kinder immer haargenau sein wollen wie die anderen Kinder und brutal jene ausgrenzen, die anders sind? Genau darum geht es in dem Zweipersonenstück „Max“ des Schweizers Beat Fäh, das Ende Mai im CASAMAX Theater Premiere hatte. Das Theater mit dem altmodischen Charme eignet sich gut dafür, ein Klassenzimmer darzustellen: ein Parkettfußboden, Holzwände, eine eingelassene Tür. Da muss man nur ein paar Kinderzeichnungen und eine Tafel aufhängen und ein Pult hinstellen. Von Ferne verklingen die Schülerstimmen vom Band, Putzfrau Mirinda findet sich abendlich allein in der Schule wieder. Myriam Chebabi macht aus ihrer imposanten Gestalt mit warmherziger Ausstrahlung ein Fest des Lebens: Rhythmisch kreist sie ihre Hüften zu lateinamerikanischen Hits und nimmt den Wischmob als Mikro. Und dann kommt Max. Mit Schnorchel, Kiemenatmung und Schwimmflossen wirkt er eher wie eine Art Fisch. Und weil er unbedingt zur Schule gehen möchte, findet er sich trotz seines kleinen blauen Ranzens bald als Außenseiter wieder – zu erkennen an den wiederkehrenden Schilden auf seinem Rücken. Zum Trost nimmt ihn Miranda in den Arm, spielt mit ihm Verstecken und strickt Socken für die Schwimmflossen. Geschickt wechselt Regisseur Daniel Zambra die Szenen, indem er jeden neuen Tag durch einen kurzen Lichtwechsel anzeigt. Jedesmal hat sich Max wieder verändert: zuerst eine neue Taucherbrille, dann sind die Flossen abgeschnitten, dann spricht er in maschinengestanzten, höflichen Sätzen – und ist nicht mehr das anarchische und alberne Wasserwesen, das nicht richtig bis fünf zählen kann. Schließlich kommt er mit Pfeife, echten Schuhen und Anzug in die Schule, so dass Mirinda ihn gar nicht mehr erkennt. Großkotzig lädt er sie in den Urlaub ein – doch Mirinda bleibt lieber, wo sie ist. Ein bisschen traurig endet das Stück, Max geht, Mirinda bleibt, wo sie ist – und letztlich merkt man schon, dass in der warmherzigen Putzfrau eben doch etwas Begrenztes steckt. Eva Christina Korte zeigt jetzt sehr feinsinnig ein schmales, trotziges Wesen, das über sich hinausgewachsen ist – und bei der Anpassung an die Welt irgendwie noch viel deformierter geworden ist. Wie verständlich das ist, und wie gruselig gleichzeitig, – das wurde in der Inszenierung schön ambivalent gezeigt.“

                                                                                     (akt, 15. September ’10, KURZ KRITISSIERT)

 

 

 

 

Spielplan

18. Mai 2013
16:00

Das CASAMAX Theater e.V.

Das CASAMAX Theater in Köln ist ein gemeinütziger Verein und Produktionsort für Theaterprojekte und Aufführungsstätte für Bühnenstücke mit dem Schwerpunkt Kindertheater und Jugendtheater. Die freie, kreative Arbeitsweise des teAtmo Ensembles prägt seine Produktionen. Die Stücke sind sinnlich, stimmungsvoll und erzählen Bilder. Ihnen bleibt Raum für Ihre Assoziationen, Gefühle und Gedanken...


Wir bieten

Wir bieten Kindern und Jugendlichen: Den Blick hinter die Bühne, Nachgespräche, theaterpädagogische Vor- und Nachbereitungen zu Stücken sowie zu einzelnen Themenbereichen, Sondervorstellungen, Gastspiele, verschiedene Projektangebote wie z.B. Theater im Klassenzimmer. Weitere und aktuelle Informationen zum Kindertheater und Jugendtheater finden Sie hier auf unseren Internetseiten.


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