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Taugenichts
Große Freude
Taugenichts ist für den Kölner Theaterpreis 2006 nominiert

In seiner Amtsstube träumt sich der Dichter Eichendorff in die Ferne, weg von staubigen Akten, drückender Verantwortung und kalten Füßen – nach Italien. Er ersinnt die Figur des Taugenichts, der seiner Faulheit wegen vom Vater verstoßen wird und – immer der Nase nach – in die Welt zieht. Er sucht nichts und findet Abenteuer und Glück und Pech und Freude und Leid und Liebe und Schmerz und Lieder und Worte und Gipfel und Abgründe und die Blaue Blume und den Gral …
Eichendorffs Novelle über den Müllersohn, der sein Glück in die Hand nimmt und sich – seiner Nase folgend – musizierend durch die Welt treiben lässt, erntete schon bei der Erstveröffentlichung viel Lob und wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts sehr populär.
Taugenichts erzählt diese Geschichte in (sehr) freier Bearbeitung als fulminantes Solo im Stil der Commedia dell’arte – Theater pur!
Von und mit: Jürgen Skambraks
Künstlerische Beratung: Christoph Falke
Ausstattung und Kostüm: Jürgen Skambraks
Arlecchino-Maske: Silvia Chávez
Pressestimmen
Jürgen Skambraks brilliert in der Rolle von Joseph Eichendorffs „ Taugenichts“…
Mit seiner Maske und präzisen Bewegungsabläufen ist Jürgen Skambraks als „Taugenichts“ zu einer Figur der alten italienischen Darstellungsform, der Commedia dell’ Arte, geworden. Den Mut zu haben, einfach ins Leben hinein zu springen, das ist es was ihn fasziniert. Im Spiel durchlebt er alle Facetten dieser Lebensart. Er ist heiter und beschwingt, dann deprimiert und bald wieder voller Hoffnung.
(Kölner Stadtanzeiger, 07.09.2006)
Skambraks bietet für die Geschichte des jungen Mannes, der schließlich sein Glück bei einer schönen Frau findet, durchaus elegante Formen des spielerischen Erzählens. Er schlüpft in wechselnde Rollen , lässt den Dichter seine Figur treffen, singt und tanzt, nimmt dem „Taugenichts“ die Schwere der schulischen Pflichtlektüre. Am Ende holt den musizierenden Wandersmann die Wirklichkeit wieder ein: Die Maske wird abgelegt, der Traum ist ausgeträumt. Die Amtsstube hat den Freiherrn wieder.
(Kölnische Rundschau, 31.08 2006)
…Jürgen Skambraks vom STUDIO 7 spielt und musiziert sich in seiner Adaption frei durch die romantische Vorlage …. Um den deutschen Charakter so richtig in Gang zu setzen, macht sich Skambraks den Geist der italienischen Commedia dell‘ Arte zunutze: Die Schauspieler zogen mit ihren bunten Masken und improvisierten Stücken auch lieber durch die Lande als staatstragend zu wirken.
(Vorbericht aus der Kölner Stadtrevue, August 2006)





